Pressemitteilung
Unternehmen
17. September 2019

Evonik feiert offiziellen Spatenstich für neuen Polyamid-12-Komplex in Marl

  • Anlage bedient große Nachfrage in attraktiven Märkten von Automobilbau bis zu 3D-Druck
  • Investition stärkt Wachstumskern „Smart Materials“ und festigt Position als Marktführer von Polyamid 12
  • Evonik investiert mehr als 400 Millionen Euro

Essen/Marl. Die Bauarbeiten für die bisher größte Investition des Spezialchemieunternehmens Evonik in Deutschland haben offiziell begonnen. In vorderster Reihe stehen Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG, während mehr als 200 Spaten in die Erde des Baufeldes mitten im Chemiepark Marl stechen. Gemeinsam mit Kunden, Mitarbeitern und weiteren Vertretern aus der Politik geben sie damit den Startschuss für das Projekt. An seinem weltweit größten Standort baut der Konzern seine Gesamtkapazität für Polyamid 12 (PA 12) um mehr als 50 Prozent aus. Es entstehen dazu neben der dort bereits bestehenden PA-12-Produktion zusätzliche Anlagen für das Polymer und seine Vorstufen. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2021 geplant.

Armin Laschet weist in seiner Festrede auf die besondere Bedeutung einer solchen Großinvestition von mehr als 400 Millionen Euro in Deutschland, speziell im nördlichen Ruhrgebiet, hin. „Dass ein in der Spezialchemie führendes Unternehmen wie Evonik hier im nördlichen Ruhrgebiet in eine hochmoderne Produktionsanlage investiert, zeigt: Nordrhein-Westfalen ist Chemiestandort Nummer eins in Deutschland und hält auch im globalen Wettbewerb mit.“ Der Ministerpräsident weiter: „Singapur und andere Länder haben massiv mit Steuervorteilen für diese Anlage geworben. Am Ende ist die Entscheidung für Marl gefallen, weil wir hier mit den vernetzten Kompetenzen von Chemie- und Energieunternehmen überzeugen. Das Hightech-Produkt Kunststoff gehört zu den Rohstoffen der Zukunft.“

Christian Kullmann hebt die Bedeutung der neuen Anlagen für Evonik hervor: „Wir bauen hier die größte Einzelinvestition unseres Unternehmens in Deutschland, denn wir wollen mit innovativen Spezialchemie-Produkten weiter wachsen. Mit unserem Hochleistungspolymer PA 12 bedienen wir weltweit strategische Wachstumsmärkte wie den 3D-Druck. Aber auch im Automobilbau leisten wir mit diesem leichten und langlebigen Kunststoff einen wichtigen Beitrag zur Schonung der Ressourcen.“

Mit Innovationen beschäftigen sich auch die geladenen Start-ups, sowie Digitalisierungsprojekte, die Claus Rettig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Resource Efficiency GmbH den Gästen kurz vorstellt. „Wir wollen noch schneller und flexibler neue maßgeschneiderte Kunststoffe entwickeln, um das starke Wachstum unserer Kunden zu unterstützen. Dazu brauchen wir die neuen Techniken und haben uns daher konsequent daran gemacht, künstliche Intelligenz zu nutzen“, so Rettig.

Seit mehr als 50 Jahren entwickelt Evonik maßgeschneiderte Hochleistungspolymere für anspruchsvolle Anwendungen. Der Konzern ist weltweit führend in der Herstellung von PA 12, das als VESTAMID® Granulat in hoch attraktiven Märkten wie der Automobilindustrie, Öl- und Gasförderung oder im Medizin- oder Sportbereich stark nachgefragt wird. Das PA-12-Pulver VESTOSINT® dient etwa für die Beschichtung von Metallen bei Konsumgütern, Geschirrspülkörben, Teilen in der Automobilindustrie oder Medizintechnik. Zudem entwickelt Evonik bereits seit Jahren spezielle Kunststoffpulver, die eine industrielle Fertigung von Hightech-Bauteilen im 3D-Druck ermöglichen.

Bildunterschrift Bild 1 (von links):

Marcus von Twistern, Leiter des Investprojekts für neuen Polyamid 12-Komplex von Evonik
Dr. Ralf Düssel, Leiter des Geschäftsgebiets High Performance Polymers von Evonik
Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Evonik Industries AG
Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl
Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
Dr. Harald Schwager, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG
Dr. Claus Rettig, Geschäftsführer der Evonik Resource Efficiency GmbH
Dorothee Feller, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Münster
Dr. Jörg Harren, Standortleiter des Chemieparks Marl der Evonik Technology & Infrastructure GmbH

Bildunterschrift Bild 2 (von links):

Dr. Ralf Düssel, Leiter des Geschäftsgebiets High Performance Polymers von Evonik, Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Evonik Industries AG, Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl, Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG, Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Dr. Jörg Harren, Standortleiter des Chemieparks Marl der Evonik Technology & Infrastructure GmbH, Dr. Harald Schwager, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG

Informationen zum Konzern

Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Der Fokus auf attraktive Geschäfte der Spezialchemie, kundennahe Innovationskraft und eine vertrauensvolle und ergebnisorientierte Unternehmenskultur stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Sie sind die Hebel für profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Evonik ist in über 100 Ländern der Welt aktiv und profitiert besonders von seiner Kundennähe und seinen führenden Marktpositionen. Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete das Unternehmen in den fortgeführten Aktivitäten mit mehr als 32.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 13,3 Mrd. € und einen Gewinn (bereinigtes EBITDA) von 2,15 Mrd. €.

Über Evonik Resource Efficiency

Das Segment Resource Efficiency wird von der Evonik Resource Efficiency GmbH geführt und produziert Hochleistungsmaterialien und Spezialadditive für umweltfreundliche und energieeffiziente Systemlösungen für den Automobilsektor, die Farben-, Lack-, Klebstoff- und Bauindustrie sowie zahlreiche weitere Branchen. Das Segment erwirtschaftete in den fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2018 mit rund 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 5,5 Milliarden €.

Rechtlicher Hinweis

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